DieErfolgsgeschichtedervollelektrischenWärmepumpeinNorwegen

Die Erfolgsgeschichte der vollelektrischen Wärmepumpe in Norwegen

In Norwegen sind Wärmepumpen bereits seit vielen Jahrzehnten auf dem Vormarsch. Rund 66 Prozent aller Haushalte in dem skandinavischen Land nutzen heute eine vollelektrische Wärmepumpe als primäre Heiztechnologie. Der Erfolg dieser Technologie hat historische wie auch praktische Gründe.

In Norwegen sind Wärmepumpen bereits seit vielen Jahrzehnten auf dem Vormarsch. Rund 66 Prozent aller Haushalte in dem skandinavischen Land nutzen heute eine vollelektrische Wärmepumpe als primäre Heiztechnologie. Der Erfolg dieser Technologie hat historische wie auch praktische Gründe.

Was zeichnet eine vollelektrische Wärmepumpe aus?

Die moderne Technik dieser Wärmepumpen ist selbsterklärend: Vollelektrische Wärmepumpen unterscheiden sich von herkömmlichen Wärmepumpen dadurch, dass sie ausschließlich mit elektrischer Energie betrieben werden. 

Herkömmliche Wärmepumpen sind in der Regel Hybridsysteme, die neben der Wärmepumpe zusätzlich über einen gasbetriebenen Brenner verfügen. Kommt die Wärmepumpe an ihre Leistungsgrenze, springt der gasbetriebene Brenner als Backup ein. Vollelektrische Wärmepumpen dagegen erzeugen Heizwärme zu 100 Prozent durch Umwandlung von erneuerbarer elektrischer in thermische Energie. Da sie keine fossilen Brennstoffe mit CO2-Emissionen verbrauchen, sind sie besonders klimafreundlich und emissionsarm im Betrieb.

Die Historie der Wärmepumpen in Norwegen 

Nach der Ölkrise von 1973 stiegen die Preise für Gas und Öl in Norwegen stark an. Als rohstoffreiches Land begann man jedoch frühzeitig, auf erneuerbare Energien zu setzen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren. So wurden bereits in den 90er Jahren Anreize wie eine Kohlenstoffsteuer eingeführt, um den Verbrauch von Erdöl zu verringern. Gleichzeitig wurden Wärmepumpen gezielt gefördert.

Dadurch gewann die Technologie schnell an Beliebtheit. Viele norwegische Haushalte ließen in den folgenden Jahrzehnten ihre alten Öl- oder Gasheizungen durch hocheffiziente Wärmepumpen ersetzen. Bedienung und Wartung der Geräte sind einfach, zudem bewährten sie sich auch bei winterlichen Temperaturen bis rund -15 °C als zuverlässige Heizsysteme. Moderne Wärmepumpen erreichen sogar Betriebstemperaturen von bis zu -25 °C.

Durch den hohen Anteil erneuerbarer Energien, vor allem Wasserkraft, ist die Nutzung von Strom in Norwegen zudem besonders kohlenstoffarm. Studien belegen, dass Wärmepumpen aus diesem Grund bis zu dreimal mehr Wärme erzeugen können, als sie Strom verbrauchen. Selbst bei eisigen Temperaturen ist ihr Wirkungsgrad nur geringfügig niedriger.

Viele Norweger konnten durch ihre eigenen positiven Erfahrungen auch ihre Nachbarn und Bekannten von dem Nutzen der Technologie überzeugen. Der Service und Komfort einer Wärmepumpe sowie die niedrigen laufenden Kosten überzeugen zunehmend weitere Haushalte. Inzwischen werden Wärmepumpen im Land als normaler Bestandteil eines modernen Heizsystems angesehen.

Trotzdem halten manche Kritiker die Technik noch immer irrtümlich für ineffizient. Doch spätestens seit dem norwegischen Beispiel ist der Nachweis erbracht, dass Wärmepumpen selbst bei strengen Frosttemperaturen zuverlässig für angenehme Wärme sorgen. Nicht zuletzt dank der politischen Förderung hat sich die Technologie im skandinavischen Land fest etabliert.

Norwegen könnte somit als Vorreiter dienen und anderen Ländern den Weg zur emissionsarmen Wärmeversorgung ebnen. Durch gezielte Anreize für erneuerbare Heizsysteme wäre auch andernorts eine deutliche Steigerung des Anteils klimafreundlicher Technologien möglich. Die Erfolgsgeschichte der Wärmepumpe im nordischen Staat zeigt, dass dieses Ziel durch die richtige Förderung und Nutzerakzeptanz erreicht werden kann. 

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