Die Kosten einer Fußbodenheizung mit Wärmepumpe

Die Kosten einer Fußbodenheizung mit Wärmepumpe

Fußbodenheizungen mit Wärmepumpen gewinnen in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Dies liegt unter anderem an den steigenden Energiekosten und den gesetzlichen Vorgaben zur Steigerung der Energieeffizienz.

Fußbodenheizungen mit Wärmepumpen gewinnen in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Dies liegt unter anderem an den steigenden Energiekosten und den gesetzlichen Vorgaben zur Steigerung der Energieeffizienz.

Fußbodenheizungen mit Wärmepumpen können dazu beitragen, die Heizkosten um bis zu 30 Prozent zu senken. Sie sind daher eine gute Möglichkeit, um die Energiekosten zu reduzieren und gleichzeitig die Umwelt zu schonen.

Wir wollen Ihnen einen Überblick über die Kosten einer Fußbodenheizung mit Wärmepumpe geben. Dabei werden wir die Investitionskosten, die Betriebskosten, die Wartungskosten sowie Fördermöglichkeiten berücksichtigen. 

Investitionskosten für den Einbau einer Fußbodenheizung mit Wärmepumpe

Die Investitionskosten für den Einbau einer Fußbodenheizung mit Wärmepumpe setzen sich aus den Materialkosten für die Fußbodenheizung und den Installationskosten zusammen.

Materialkosten für die Fußbodenheizung

Die Materialkosten für die Fußbodenheizung hängen von der Art der Fußbodenheizung und der Größe des zu beheizenden Raums ab. In der Regel enthält dieser Betrag die Kosten für RohreVerteilerHeizmatten oder -schläuche sowie Dämm- und Spachtelmasse. Insgesamt sollten Sie hier mit etwa 30 bis 70 Euro pro Quadratmeter rechnen.

Bei einer Nass-Fußbodenheizung werden die Rohre in Estrich eingebettet. Die Materialkosten für eine Nass-Fußbodenheizung liegen bei etwa 30 bis 50 Euro pro Quadratmeter.

Bei einer Trocken-Fußbodenheizung werden die Rohre auf einer Dämmschicht verlegt und mit einer Trockenestrichplatte abgedeckt. Die Materialkosten für eine Trocken-Fußbodenheizung liegen bei etwa 50 bis 70 Euro pro Quadratmeter.

Installationskosten und Arbeitsaufwand

Die Installationskosten hängen maßgeblich vom erforderlichen Aufwand ab und liegen typischerweise zwischen 20-70 Euro pro Quadratmeter. Insgesamt sind 5.000 bis 20.000 Euro Investition für eine durchschnittliche Wohnung realistisch.

Bei der Wahl der Wärmepumpe unterscheiden sich die Preise je nach Typ und Leistung. Luft-Wasser-Geräte sind in der Anschaffung günstiger als Erdwärmepumpen.

Die Installation einer Nass-Fußbodenheizung ist in der Regel aufwendiger und dauert länger als die Installation einer Trocken-Fußbodenheizung. Die Installationskosten für eine Nass-Fußbodenheizung liegen bei etwa 50 bis 70 Euro pro Quadratmeter.

Die Installationskosten für eine Trocken-Fußbodenheizung liegen bei etwa 30 bis 50 Euro pro Quadratmeter.

Preisunterschiede je nach Art der Fußbodenheizung und Wärmepumpe

Luft-Wasser-Wärmepumpen sind die preiswerteste Variante. Die Anschaffungskosten liegen bei etwa 6.000 bis 10.000 Euro.

Wasser-Wasser-Wärmepumpen sind etwas teurer. Die Anschaffungskosten liegen bei etwa 10.000 bis 15.000 Euro.

Erdwärmepumpen sind die teuerste Variante. Die Anschaffungskosten liegen bei etwa 15.000 bis 20.000 Euro.

Betriebskosten und Einsparpotenziale

Die Einsparpotenziale durch den Einsatz einer Fußbodenheizung mit Wärmepumpe sind langfristig noch größer. 

Die genauen Betriebskosten einer Fußbodenheizung mit Wärmepumpe hängen von den Heizkosten des jeweiligen Energieträgers ab. Ebenso entscheidend ist die Dämmung Ihrer Wohnung. Eine gut gedämmte Wohnung profitiert von geringeren Betriebskosten der Fußbodenheizung. 

Bei aktuellen Strompreisen liegen die Betriebskosten für eine Fußbodenheizung mit Wärmepumpe in einem Haus mit sehr guter Dämmung bei ca. 0,80-1,20 Euro pro Quadratmeter und Jahr. Das ist deutlich günstiger als mit Öl oder Gas.

Durch den effizienten Betrieb einer Fußbodenheizung mit Wärmepumpe lassen sich im Vergleich zu Öl- oder Gasheizungen 30-50 Prozent der Heizkosten sparen.

Langfristig amortisieren sich die Mehrkosten für Planung und Einbau einer Fußbodenheizung mit Wärmepumpe durch die Einsparungen innerhalb von 8-12 Jahren. 

Spare ich auch in einem ungedämmten Haus? 

Wie kurz erwähnt, ist die Dämmung Ihrer Wohnung von großer Bedeutung, wenn es um die Effizienz und Kosten einer Fußbodenheizung mit Wärmepumpe geht. Dennoch können Sie auch in einem ungedämmten Haus mit einer Wärmepumpe Kosten sparen. 
 

Wir haben Beispielrechnung für eine Fußbodenheizung mit Luft-Wasser-Wärmepumpe in einem ungedämmten Gebäude für Sie vorbereitet:

  • Wohnfläche: 150 Quadratmeter
  • Dämmqualität: schlecht
  • Strompreis: 30 Cent pro Kilowattstunde
  • Jahresheizbedarf: 15.000 Kilowattstunden
  • Stromverbrauch der Wärmepumpe: 
  • 15.000 Kilowattstunden / 4,0 (Wirkungsgrad) = 3.750 Kilowattstunden
  • Betriebskosten: 3.750 Kilowattstunden * 0,30 Euro pro Kilowattstunde = 1.125 Euro
  • Betriebskosten pro Quadratmeter und Jahr: 1.125 Euro / 150 Quadratmeter = 7,50 Euro

In diesem Beispiel liegen die Betriebskosten also bei 7,50 Euro pro Quadratmeter und Jahr.

In dieser Beispielrechnung würden die Betriebskosten einer Ölheizung bei etwa 22,50 Euro pro Quadratmeter und Jahr liegen. Die Betriebskosten einer Gasheizung würden bei etwa 18,00 Euro pro Quadratmeter und Jahr liegen. Im Vergleich zu den 7,50 Euro bei einer Fußbodenheizung mit Wärmepumpe sind die Kosten für eine Öl- oder auch Gasheizung sehr viel höher. 

Wartungs- und Reparaturkosten im Vergleich

Fußbodenheizungen müssen in der Regel nur alle 2-3 Jahre gewartet werden. Die Kosten hierfür liegen zwischen 100-300 EuroWärmepumpen müssen jährlich für etwa 150-300 Euro gewartet werden.

Durch die wenigen beweglichen Teile sind Ausfälle und Reparaturen bei Fußbodenheizungen selten. Wärmepumpen haben typischerweise eine längere Lebensdauer als Öl- oder Gasbrenner. Grundsätzlich sind Fußbodenheizungen mit Wärmepumpen gegenüber herkömmlichen Heizungen weniger störanfällig. Die Wartungskosten halten sich dadurch langfristig in Grenzen.

Fazit: Lohnt sich eine Fußbodenheizung mit Wärmepumpe?

Ja, trotz höherer Investition lohnt sich der Einbau einer Fußbodenheizung mit Wärmepumpe durch die niedrigen Betriebskosten und staatliche Förderungen. Sie sollten die Gesamtkosten genau kalkulieren und mögliche Förderprogramme in Anspruch nehmen. Durch kontinuierliche Verbesserungen der Technik und steigende Energiepreise werden Fußbodenheizungen mit Wärmepumpen in Zukunft eine immer größere Rolle spielen. 

Gerne beraten wir Sie zu Ihrer neuen Wärmepumpe in Kombination mit einer Fußbodenheizung.

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