Prognos Studie bestätigt: Wärmepumpe langfristig deutlich günstiger als fossile Heizungen

Prognos Studie bestätigt: Wärmepumpe langfristig deutlich günstiger als fossile Heizungen

Im September 2023 wurde das Gebäudeenergiegesetz (GEG), auch bekannt als Heizungsgesetz, vom Bundestag verabschiedet. Allerdings kam es, in Bezug auf Wärmepumpen und deren Amortisationszeit, in letzter Zeit zu Unsicherheit und fehlender Orientierung bei Verbraucher*innen. Um diese Situation zu klären, wurden von der Prognos AG, im Auftrag der WWF, konkrete Kostenvergleiche zwischen Gasheizungen und Wärmepumpen erstellt. Lassen Sie uns heute gemeinsam einen Blick auf diesen Vergleich werfen und feststellen, warum die Kosten einer Wärmepumpe langfristig günstiger ausfallen.

Im September 2023 wurde das Gebäudeenergiegesetz (GEG), auch bekannt als Heizungsgesetz, vom Bundestag verabschiedet. Allerdings kam es, in Bezug auf Wärmepumpen und deren Amortisationszeit, in letzter Zeit zu Unsicherheit und fehlender Orientierung bei Verbraucher*innen. Um diese Situation zu klären, wurden von der Prognos AG, im Auftrag der WWF, konkrete Kostenvergleiche zwischen Gasheizungen und Wärmepumpen erstellt. Lassen Sie uns heute gemeinsam einen Blick auf diesen Vergleich werfen und feststellen, warum die Kosten einer Wärmepumpe langfristig günstiger ausfallen.

Wettbewerbsfähigkeit von Gasheizungen und Wärmepumpen

Unter Berücksichtigung der neuen Fördermechanismen der Bundesregierung (gültig ab 2024) wurde die Wettbewerbsfähigkeit von Gasheizungen im Vergleich zu Wärmepumpen analysiert. Dabei werden finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt, gestaffelt nach verschiedenen Kriterien. 

Grundsätzliche Förderung: Es werden 30 Prozent der Kosten für den Heizungstausch grundsätzlich gefördert. Dies reduziert die Investitionskosten für Verbraucher*innen erheblich.

Klima-Geschwindigkeitsbonus: Ein Bonus von 20 Prozent wird gewährt, wenn der Heizungstausch bis zum Jahr 2028 erfolgt. Dieser Bonus dient als zusätzlicher Anreiz, den Austausch frühzeitig durchzuführen.

Einkommensabhängige Förderung: Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen von weniger als 40.000 Euro pro Jahr erhalten eine weitere Förderung von 20 Prozent. Dies trägt zur finanziellen Entlastung derer Haushalte bei, die nicht unmittelbar ausreichende finanzielle Mittel haben.

 

Das Ergebnis? Die Berechnungen zeigen, dass Wärmepumpen langfristig die kostengünstigere Alternative sind. Somit lässt sich schließen, dass heutzutage klimafreundliches Handeln auch wirtschaftlich vernünftig ist. Wie genau die Berechnung aufgestellt wurde, erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

Grundlage der Berechnung

Für den Kostenvergleich wurde ein Beispielgebäude gewählt: Es handelt sich um ein teilsaniertes Einfamilienhaus der Energieeffizienzklasse F (178 kWh/(m²*a)). Dabei wurden zwei Heizungsoptionen wurden verglichen: ein neuer Gaskessel und eine Luft-Wasser-Wärmepumpe

Für die Wärmepumpe wurden förderfähige Investitionskosten von 22.000 Euro angenommen, während der moderne Gaskessel mit 9.500 Euro veranschlagt wurde. Dabei wurden die Kosten für beide Heizungsoptionen ermittelt, sowohl in Bezug auf die Investitionskosten (Investitionsjahr 2023 und Inbetriebnahme im Jahr 2024) als auch die Betriebskosten über einen Zeitraum von 15 Jahren. Die Energiepreise, Stand Mai 2023, berücksichtigen die aktuelle Strompreisentwicklung und inkludieren den Strompreisdeckel.

Optionale Kopplung einer Wärmepumpe mit einer PV-Anlage

Ein zusätzlicher Aspekt der Methodik ist die Berücksichtigung der optionalen Kopplung der Wärmepumpe mit einer PV-Anlage. Es wurden die zusätzlichen Kosten für den Einbau einer PV-Anlage in die Berechnung einbezogen, da dies die Gesamtkosten beeinflusst. Durch die Erzeugung von eigenem Solarstrom können die Betriebskosten der Wärmepumpe reduziert werden, was zu einer verbesserten Wirtschaftlichkeit führt.

Ergebnisse der Berechnung

Die Berechnungen berücksichtigen die jährlichen Einsparungen und die Amortisationszeit der Wärmepumpe im Vergleich zu einer neuen Gasheizung. Abhängig von der Höhe der Förderung variiert die Amortisationszeit zwischen zwölf Jahren und nur einem Jahr. 

Die Berechnung zeigt, dass die Verwendung einer Wärmepumpe im Vergleich zu einer Gasheizung, auch in ineffizienten Gebäuden (Klasse F), über ihre Laufzeit von 15 Jahren und lediglich mit der Grundförderung von 30 %, wirtschaftlich vorteilhafter ist. Mit dem Geschwindigkeitsbonus könnten pro Jahr zusätzlich rund 400 Euro gegenüber einer Gasheizung eingespart werden und sich die Wärmepumpe bereits nach acht Jahren amortisieren. Dies macht über die Nutzungsdauer bis zu 6.000 Euro aus. Da die Nutzungsdauer einer Wärmepumpe auch länger als 15 Jahre sein kann, können die Ersparnisse sogar höher ausfallen.

Die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaikanlage rentiert sich bereits nach acht Jahren. Haushalte mit einem Einkommensbonus können mit einer Amortisationszeit von drei Jahren oder sogar einem Jahr in Kombination mit einer PV-Anlage rechnen. 
In allen Szenarien erreicht die Wärmepumpe ihre wirtschaftliche Rentabilität deutlich vor Ablauf ihrer Nutzungsdauer. 

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Quelle

Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um eine Modellrechnung handelt und die Ergebnisse von individuellen Gebäudemerkmalen abweichen können. Zusätzlich sind die Energiepreisentwicklung, gesetzliche Lage und eventuelle Förderbedingungen nicht exakt vorhersehbar.

Weitere Faktoren, welche die Investitionskosten ausgleichen

Die anfänglich höheren Investitionskosten für eine Wärmepumpe werden über die Jahre durch günstigere Energiebezugskosten für die WärmepumpeWartungskosten und den fehlenden CO2-Preis ausgeglichen.

Kosten einer Wärmepumpe im Vergleich zu fossilen Heizungen anhand eines Beispiels

Um die Auswirkungen auf den Geldbeutel deutlich zu machen, haben wir eine Beispielrechnung für die Verbraucher*innen erstellt (diese Berechnung stammt nicht aus der Studie). 

Angenommen, ein Haushalt entscheidet sich für den Austausch seiner über 20 Jahre alten Gasheizung gegen eine Wärmepumpe. 

Die förderfähigen Investitionskosten betragen 22.000 Euro. Durch die staatliche Förderung erhalten sie grundsätzlich 30 Prozent (6.600 Euro) der Kosten zurück. 

Zusätzlich können sie den Klima-Geschwindigkeitsbonus nutzen und weitere 20 Prozent (4.400 Euro) erhalten. 

Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen von weniger als 40.000 Euro im Jahr können weitere 20 Prozent (4.400 Euro) Förderung erhalten. 

Insgesamt können die Haushalte sich also bis zu 70 Prozent (15.400 Euro) der Kosten erstatten lassen. Diese Förderung macht den Umstieg auf eine Wärmepumpe äußerst attraktiv und amortisiert sich schneller als gedacht.

Fazit:

Der Kostenvergleich zwischen Gasheizungen und Wärmepumpen zeigt eindeutig, dass Wärmepumpen langfristig die kostengünstigere Alternative sind. Um direkt aus der Studie zu zitieren, weil die Formulierung so gut gelungen ist:

In allen Berechnungen ist die Wärmepumpe die langfristig – zum Teil deutlich – günstigere Alternative. Damit zeigt sich auch: Wer heute klimafreundlich handelt, handelt auch wirtschaftlich vernünftig.

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